Bildung in Brasilien

Seit jeher gehört das Bildungswesen zu den Stiefkindern der brasilianischen Politik: Auf 35 Millionen schätzt man die Zahl der Vollanalphabeten. Dreimal so hoch ist die Zahl jener, die nur ein paar Wörter lesen oder schreiben können.

Erschreckend, dass nur 3 von 30 Schülern in Brasilien die achtjährige Grundschule abschließen, dass 70 Prozent aller Schüler die erste Klasse mindestens einmal wiederholen müssen - und die darauffolgenden Klassen meistens auch.

Die Bedingungen an öffentlichen Schulen sind oft schlecht: So ist es keine Ausnahme, wenn in den Städten Schichtunterricht bis tief in die Nacht stattfindet, wenn in den Schulen auf dem Land und am Rande der Städte mehrere Klassen in einem einzigen Raum unterrichtet werden, wenn viele Schüler aus Platzmangel stehen müssen oder auf dem Boden sitzen. Hinzu kommt, dass gerade die Grundschullehrer miserabel bezahlt werden, und dass es schlicht an Lehrmitteln fehlt. Dies hat zur Folge, dass viele Lehrer gleich mehrere Jobs übernehmen, um ihre Familie ernähren zu können. In welchem Maße die Qualität des Unterrichts darunter leidet, ist leicht vorstellbar. Nicht zu vergessen, dass lediglich ein Drittel der Grundschullehrer überhaupt ein abgeschlossenes Studium vorweisen kann.

Verständlich ist da, dass Eltern, die auf eine solide Schulausbildung Wert legen (und die es sich leisten können), ihre Kinder auf die teuren Privatschulen schicken - möglichst auf eine ausländische Lehranstalt in Brasilien.

  • Geschichte
  • Klima
  • Vegetation
  • Tierwelt
  • Landwirtschaft
  • Forstwirtschaft
  • Bergbau
  • Politik
  • Verteidigung
  • Wirtschaft
  • Tourismus
  • Bevölkerung
  • Gesellschaft
  • Sprache
  • Bildung
  • Religion
  • Kultur
  • Karneval

Fazenda Brasil

Italiano

letztes Update: 25.11.2007 17:49:26
Besucher: 65025 seit 10.06.2005

  • Willkommen
  • Fazenda
  • Winter-Schnäppchen
  • Überwintern
  • Urlaub und Zahnarzt
  • Rio de Janeiro
  • Brasilien
  • Kontakt