Copacabana in Rio de Janeiro
“Copacabana” ist weltbekannt - sie ist die “Metropole des brasilianischen Tourismus”. Hier stehen die meisten Hotels der Mittel- und der Luxusklasse, und wer nur am Stadleben interessiert sein sollte, für den ist Copacabana die lebendigste Bühne der Stadt Rio de Janeiro. Zu Weihnachten und zum Karneval kann man hier alle gängigen Weltsprachen über den Strand tönen hören.
Aber - Rios weltbekannter Stadtteil liegt eingezwängt auf eìnem schmalen Streifen Land von nur 4 Kilometern Breite, zwischen dem Meer und den umliegenden Bergen und hat eine der weltgrössten Bevölkerungsdichten, 25.000 Bewohner pro Quadratkilometer! Sein weltberühmter Strandbogen mit den flankierenden Wolkenkratzer-Appartments ist noch von jedem Rio-Besucher als ein “Muss” erwandert worden - und manch einer hat von der Terasse eines seiner Nobelhotels oder sogar eines seiner sündhaft teuren privaten Apartments dem bunten Treiben der Cariocas am Strand zugesehen.
Es ist natürlich möglich, einen ganzen Urlaub in Copacabana zu verbringen - und viele Leute tun auch genau das - aber Brasiliens Vielfalt von unterschiedlichen Eindrücken kann nìcht einmal ganz Rio, geschweige denn die Copacabana ersetzen.
“Copacabana” ,sicher der berühmteste Strand der ganzen Welt - 4.800 Meter lang - hat einen besonders breiten Sandstreifen, mit schwachen bis starken Wellen davor, je nach Strandabschnitt. Seit man verschiedene Abwasserkanäle stillgelegt hat, kann man sein Wasser wieder zum Baden empfehlen. Fussball-, Volley- und Fussvolley-Ball-Matches werden hier überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit ausgetragen, denn der gesamte Strand ist seit ein paar Jahren auch nachts durch Flutlicht taghell erleuchtet. Das den Sand einfassende Trottoir präsentiert das Markenzeichen von Copacabana: ein mit schwarzen und weissen Steinen eingelegtes Wellenmuster. Sonntags wird die am Strand verlaufende Seite der breiten “Avenida Atlantica” für den Autoverkehr gesperrt und ist dann zusammen mit dem Wellen-Trottoir Spiel- und Tummelplatz der Kinder, Spaziergänger, Radfahrer und Jogger von ganz Rio.
°Leme“ – diese 1 km lange Fortsetzung des Copacabana-Strandes - lìnker Hand, wenn man mit dem Gesicht zum Meer steht - ist etwas ruhiger und im allgemeinen weniger bevölkert. An seinem Ende befindet sich das “Forte do Leme” und ein am Felsen entlangführender schmaler Steig, von dessen Ende man einen umfassenden Panoramablick auf die gesamte Copacabana geniesst.
“Arpoador“ - schliesst sich auf der rechten Seite an die Copacabana an - Territorium der Surfer -- 500 Meter mit hellem Sandstrand und hohen Wellen. Ebenfalls nachts beleuchtet. Amphytheater, Sportplätze und Sportgeräte.
Weniger hektisch als der Kameval, aber von einer sehr erlebenswerten Athmosphäre, ist das Fest zu Ehren der Meeresgöttin „Yemanjá” in der Silvestemacht: Die Anhänger spiritistischer Zirkel besetzen die Strände von Copacabana, lpanema und Leblon, singen, tanzen zu Trommelrhythmen und fallen in Trance. Um Mitternacht ergänzt eìn Feuerwerk die einmalige Szenerie - gegen Morgen sieht man im Dämmerlicht kleìne Boote und Flösse mit den Opfergaben der Gläubigen aufs Meer hinaustreiben -- mit vielen bunten Blumen geschmückt. Ein frühmorgendliches Bad aller Teilnehmer in den Wellen beschliesst dieses Ereignis und reinigt die Seele für das kommende Jahr.