Aus der Geschichte von Rio de Janeiro

Der Portugiese „Gonçalo Coelho“ entdeckte die “Bucht von Guanabara“ am 1.Januar 1502 - und nannte sie “Fluss des Januar” (Rio de Janeiro), weil er sich irrtümlicherweise in einem Flussdelta glaubte. Besiedelt wurde die Gegend allerdings zuerst von Franzosen (1555), unter ihrem “General Villegaignon” - der 1567 von den Portugiesen, unter ihrem “Governeur Mem de Sá”, verjagt wurde. Die Siedlung “Säo Sebastião do Rio de Janeiro” wuchs trotz kontinuierlicher Angriffe von lndianern schnell - und als König Sebastião Brasilien in zwei Provinzen aufteilte, bekam Rio den Status der südlichen Hauptstadt, Salvador den der nördlichen (1608). Am 27.Januar 1763 wurde Rio Amtssitz des Vizekönigs und nach der Unabhãngigkeit von 1834 schliesslich Hauptstadt des ganzen Landes Brasilien – was es 125 Jahre lang blieb - und heute heimlich immer noch ist!

Rio de Janeiro ist wunderbar gelegen - zwischen grünen Hügeln und kugelköpfigen Bergen, unter denen der “Pão de Açucar” (der Zuckerhut) als eines seiner Wahrzeichen weltbekannt wurde. Zur einen Seite wird dìe Stadt vom Meer eingerahmt zur andern vom “Tijuca-Regenwald”, dem einzigen Stadturwald der Welt mit Originalbeständen des “Atlantischen Urwaldgürtels”, aus dem der “Corcovado-Berg” als ein weiteres Wahrzeichen Rios herausragt. Rio hat eines der gesündesten Klimata der Tropen: Juni, Juli und August sind hier die kühlsten Monate - mit Temperaturen zwischen 18 bis 28 Grad. Dezember bis März ist es dagegen sehr heiss - mit Temperaturen zwischen 32 und 44 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch - aber eine Brise weht fast immer vom Meer her und kühlt die warme Luft angenehm ab.

Dies ist die Stadt der exotisch-touristischen Superlative: Der Romantiker kommt hier seinen Träumen am nãchsten, der Bohemien kann sich hier so richtig ausleben, der Gourmet findet alle Gaumenfreuden dieser Welt in einer Stadt vereint, der Skeptiker findet alle seine Vorurteile bestätigt und den Abenteurer werden die Entdeckungen in dieser Stadt sicher mehr faszinieren als das Sauerland. Für die “Cariocas”, die 12 Millionen Bürger von Rio, ist sie einfach ihre “Cidade Maravilhosa” - ihre wunderbare Stadt, - besungen in vielen Liedern.

Den faszinierenden Karneval sollte man nicht vergessen. durch den auch die unvergleichliche Lebensfreude der Cariocas zu einem weltbekannten Symbol geworden ist. Dieses einzigartige Fest zieht jährlich Touristenströme aus aller Welt in die “Cidade Maravilhosa”! Aber im Rio von heute prallen die Gegensätze zwischen Wohlstand und bitterer Armut auch offensichtlicher aufeinander als in der Weite des offenen Landes.

Rio ist durch die “Serra da Carioca” in eine Nord- und eine Südzone unterteilt - man möchte fast sagen: Rio besteht aus zwei Städten. Die Ober- und Mittelklasse leben in der “Zona Sul”, die unteren Klassen in der “Zona Norte”. Ausgenommen die Bewohner der sogenannten “Favelas”. lhre Behausungen bedecken die steilen Berghänge auf beiden Seiten der Stadt.

Manchmal trennen nur ein paar Strassenzüge diese, Hundehütten gleichenden, mit Kistenbrettern und Wellblech selbstgebastelten Heimstätten, von den Hunderte Quadratmeter grossen Apartments mit Meeresblick in der Südzone.


Die lndustrie hat sich überwiegend in der Nordzone angesiedelt – die Umwelt-verschmutzung ist hier ein ernstes Problem - die Südzone dagegen ist lnbegriff für Strand und Freizeit und empfängt die Touristen stellvertretend für Gesamt-Rio.

 

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letztes Update: 25.11.2007 17:49:26
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